Es ist zwar schon der 08. Januar, ich habe aber mal irgendwo gelesen, dass man bis Ende Januar Menschen ein frohes neues Jahr wünschen darf und ich übertrage das mal auf das Verfassen von Jahresrückblicken. 

Ein außergewöhnlich verrücktes, anstrengendes, kräftezehrendes, aber auch zusammenschweißendes, familiäres, freundschaftliches  Jahr- allerdings nicht nur für uns hier. Ein Jahr, das man wohl für eines der Schlimmsten zählen wird. 2021 hat allerdings auch nur 7 Tage gebraucht, um das Meiste schon wieder zu toppen. Wenigstens wird in diesem Jahr Trump irgendwann nicht mehr Präsident sein. Hoffentlich. Aber das hier ist ja kein Politik-Blog. 
Daher will ich eher das Jahr auf diesem Blog Revue passieren lassen. Vielleicht hat ja jemand Lust, sich durch die Artikel zu klicken. 

Eigentlich hatte das Jahr mit dem Besuch des Chinese Light Festivals im Kölner Zoo doch ganz gut angefangen. Da konnte ja auch noch keiner wissen, was sonst noch in 2020 alles aus China kommen sollte. 

Im Februar hatten wir dann mal wieder ein Interview auf unserem Blog. Mit dem Lebensmittelretter Christian Horsters. Das ist nicht nur recht gut gelesen worden, sondern uns ist auch nochmal in Erinnerung gerückt worden, das Christian kurz nach Weihnachten nochmal gerettete Lebensmittel verteilt hat und wir uns dort auch etwas geholt hatten. Wahnsinn, wie viel weggeworfen wird. Wir versuchen – in etwa seit (und vielleicht auch wegen) dem Interview – so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen. Es funktioniert immer besser. Wenn es nicht gekocht und von den Kindern als ungenießbar eingestuft wurde. 
Mit dem Katzenbesuch hatten wir im Februar noch ein weiteres Highlight. Wir waren für 3 Wochen zu Hause für Katze Pauline.

Katze mit Brille
Wegen schlechten Augen zurück an Empfänger.


Geblieben ist die Sehnsucht, auch mal wieder eine Katze zu haben. Und die Frage des Dreijährigen bei jeder Katze, die uns über den Weg läuft, ob die denn wohl auch Pauline heißen würde. Irgendwann ganz sicher!

Tja und ab März wurde es dann seltsam. Ich kann mich noch erinnern im Februar auf einer Messe einen Bekannten getroffen zu haben, der von einem mehrjährigen Aufenthalt in China zurück kam. Und wie wir alle Witzchen über ihn und Corona gemacht haben. Die wollte ich dann im März schon selber nicht mehr hören. 
Lockdown, Bananenbrot, und völlig durcheinander gewürfelter Alltag, der sich bis in den Frühsommer zog. Mit verkehrten Vorzeichen: Ich als Mann mit 40 Stunden Woche zu Homeoffice und Kurzarbeit gezwungen, habe mich um Kinder und Haushalt gekümmert und die Frau ist “systemrelevant” (das wird doch hoffentlich das Unwort des Jahres) arbeiten gegangen. Und alle haben applaudiert. Das war toll. Mehr Geld für medizinische Berufe gab es trotzdem nicht. Das alles zudem überschattet von einer persönlichen Tragödie inklusive Krankenhaus. Wenn auch “nur” für einen Tag. Das Schlimmste daran allerdings: wir konnten die Frau nicht einmal begleiten, sondern nur vor der Tür warten. Beziehungsweise im Auto. Zumindest bin ich mit den Kindern den kompletten Kölner Norden abgefahren: Pferderennbahn, Fühlinger See, alles nichts Fremdes mehr. 

Unser Sommer-Highlight fand bei 30 Grad im Juni-Schatten statt: Nein, wir waren nicht im Urlaub. Übrigens im Gegensatz zu vielen anderen DAS GANZE JAHR NICHT (darüber müsste man sich eigentlich nochmal ganz separat aufregen). Nein, wir waren beim Corona-Test in der Kölner Uni-Klinik. Richtig geile Nummer. Hat 4 Stunden gedauert und das QR-Code-System war irgendwie noch nicht ausgereift. Dabei habe ich neulich noch gelesen, dass der QR Code zu den “Corona Gewinnern” zählt. Wurde denen in der Uni-Klinik wohl nicht gesagt. War übrigens bei allen vier negativ. 

Kann sich noch jemand daran erinnern, dass im Sommer eine zeitlang alles wieder fast normal war? Glücklicherweise haben beide Jungs im Juli, respektive August, Geburtstag und konnten entsprechend zumindest ein bisschen feiern. Der Artikel zum allesamt abgefeierten (sorry, war so!) Ninjago-Geburtstag des Großen fehlt leider noch. Wird nachgeliefert, versprochen. 

Außerdem hat sich der Ältere dazu entschieden, eine Fußballer-Karriere zu beginnen. Da ich selbst mein halbes Leben lang (erfolglos, außer einer A-Jugend Staffelmeisterschaft) im Verein gespielt habe, war ich entsprechend stolz.

Fußball Kind
Nein, er trainiert nicht bei Altetico Bilbao.


Auch, wenn er sich noch recht körperklausig anstellt. Na gut, ab Oktober habe ich dann – ganz Soccer-Daddy-like das Traineramt übernommen. Aber hey: waren nur 5 Einheiten, danach war ja alles wieder dicht. 

Ebenfalls neu im August: der Kleine ist mit 3 Jahren ein Kindergartenkind. Man muss über die Eingewöhnung aber nicht viel verlieren: das verlief bewundernswert kurz und schmerzlos. 

Im September dann nochmal eine neue Situation. Waren ja noch nicht genug. Diesmal allerdings nicht fremdverschuldet: die Frau war für 2 Wochen in Essen für eine Fortbildung.

Freestyle Libre 2 Test
Wir waren die ersten mit dem Gates Chip


Das war anstrengend. Für ALLE! Glücklicherweise war der Kindergarten da aber noch ganz normal geöffnet. Andererseits waren wir ja schon an das Leben zu dritt zu hause gewöhnt.

Das wurde im Oktober nochmal aufgefrischt: Corona-Fall im Kindergarten und 2 Wochen Quarantäne. Ab von der Verwirrung, die eine Mail vom Gesundheitsamt auslöste, haben wir es uns aber gut gehen lassen. Wir haben einfach verschiedene Urlaubsorte simuliert und waren am Meer, im ewigen Eis und im Weltall.

Urlaub im Eis


Was man alles in 2 Wochen erleben kann. Auch Halloween fiel in diese Zeit. Ich werde mich zwar auf ewig fragen, warum man in Köln noch einen weiteren Tag braucht, an dem sich verkleidet wird aber das war tatsächlich ein schöner Tag. Die Kinder durften das essen bestimmen (Achtung: Linsensuppe!), Gruselparty und es gab einen Film und Snacks.   

Von der Quarantäne sind wir dann in den Lockdown Light geschliddert. Komischerweise hat man den nicht so richtig gemerkt: ich war im Büro, die Kinder im Kindergarten. Nur die Maskenpflicht hat so wirklich daran erinnert. Nun ja: man sieht ja jetzt, was das gebracht hat. 

Und dann ab Weihnachten das ganze nochmal etwas fester. Und daher auch weniger familiär. Wir sind nämlich nicht zu unseren Familien gefahren. Aus Verantwortung, Angst und Risiko. Das gab zwar einige Diskussionen, weil das nun mal nicht jeder so gehandhabt hat, letztlich haben es dann aber alle verstanden. 

Silvester war dann ähnlich ruhig. Aber schön. Aber auch dazu muss man nicht mehr verlieren. Hauptsache das Jahr ist durch. Ein seltsames Jahr, in dem einer (ich) viel Sport gemacht und noch mehr Alkohol getrunken hat, viel gesprochen, gebacken, gebügelperlt und glücklicherweise gesund geblieben wurde.
Na dann, 2021: dich kriegen wir auch noch hin!