Sechs Monate Augustjunge

Bereits über ein halbes Jahr ist es her, dass der kleine Augustjunge bei uns eingezogen ist. Wie geht es uns eigentlich seitdem?

Natürlich bin ich wiedermal viel zu spät dran, mit meinem kleinen Beitrag über den Nachwuchs: Die Tage rasen und zwischenzeitlich kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass es angeblich mal ein Leben ohne den lieben Jungen gegeben haben soll! Er ist aber auch niedlich: Mit knuddeligen Bäckchen und roten Wangen lacht er in die Welt, kichert laut, wenn er andere Kinder sieht und kann sich auch mal ganz schön beschweren, wenn was nicht in seinem Sinne ist. Am liebsten wird er getragen- und das stundenlang. So gerne ist er mittendrin: Es darf ruhig laut sein und ganz viel zum Anschauen geben! Dann lässt er sich auch mal im Kinderzimmer, neben dem spielenden Bruder ablegen – und lutscht dabei noch immer zahnlos an Kochlöffel, Spielzeugtier oder blinkendem Auto.

Richtig beweglich ist er geworden: Er dreht sich vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück und freut sich, dass er nun auch eine Möglichkeit gefunden hat rückwärts von der Stelle zu kommen, indem er sich nach hinten abdrückt, um interessante Dinge zu erreichen. Diese werden dann minutenlang mit den Händen befühlt: Im Moment findet er vor allem Textilschilder und Elektrokabel sehr interessant und auch unsere Hände und seine Füße können ihn eine ganze Zeit lang unterhalten. Außerdem plantscht er wahnsinnig gerne: Die kleine Wasserratte hat weder in der Badewanne, noch im Schwimmbad Angst und selbst wenn ihm das Wasser über den Kopf läuft, macht ihm das überhaupt nichts aus.

Inzwischen war er bereits bei der U5, ist grundimmunisiert und trägt Größe 74/80. Die kleinen Kindersachen musste ich wehmütig aussortieren und sie in Plastikkisten im Keller verstauen- was wohl daraus wird? Auch die Windelgröße teilt sich der kleine Junge schon fast mit seinem Bruder und nicht mehr lange, dann haben beide das gleiche Gewicht. Und das alles nur durch Muttermilch!

Seit ein paar Wochen bekommt er aber nun auch Brei: Zunächst Selbstgekochten, den er erstmal würgend ausgespuckt hat. Enttäuscht wollte ich schon den Beikoststart verschieben, wurde aber vom Kinderarzt überzeugt, dass das Kind langsam richtig essen sollte und es nur ein wenig Zeit und Zuversicht braucht! Was tut man nicht alles… Und dann? Ein verzweifelter Fertiggläschen- Test wurde erfreut angenommen und es scheint, als schmeckt ihm die Fertignahrung nun besser als unsere ökologische und regionale Kost (oder meine Kochkunst). Nunja…

Am schönsten ist, dass er sich nun auch mit Geräuschen ausdrückt: „Dada„, „dede„, „nenenene“,meme“ und (juhu!) auch sein erstes Wort: „Maaamaaa!“  – Ihr könnt euch sicher denken, wie glücklich ich war… Wenn er müde ist, dann versteht man ihn allerdings auch so, denn dann kann er ganz schön quengeln! Außerdem fasst er sich dabei an seine Ohren, genauso, wie es sein Bruder schon gemacht hat (und auch noch immer tut, wenn er müde ist)!

Dafür kann man ihn dann einfach in seinem Schlafsack ins Bettchen legen. Dort dreht er sich zufrieden auf eine Seite und schläft von alleine ein. Seit ein paar Wochen macht er zudem auch mittags seinen Mittagsschlaf. Zeit, die ich gerne für eine Tasse Kaffee oder Tee nutze (oder Rechnungen sortiere). Nachts muss ich allerdings noch mehrmals aufstehen und ich freue mich schon ein bißchen auf die Zeit, in der ich mal wieder durchschlafen darf!

Wann ich abstille? Ich weiss es nicht! Im Moment genießen wir beide noch sehr die ganz besondere Nähe! Er ist ein ganz verkuscheltes Kind und er freut sich, wenn man ihm ganz nah ist und ihn streichelt oder kitzelt, ihm vorsingt oder ihn küsst. Egal wie müde man auch ist: Wenn er einen anlächelt und seine Ärmchen um einen schlingt oder er schlummernd daliegt (oder, oder), ist immer alles gut!

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.