Damals, als ich an den Männern zweifelte

Neulich schrieb ich, dass ich bereits seit 2005 blogge. Quasi als Bonus hängte ich einen alten Text an, den ich so in einem Archiv fand. Bei Facebook verlangtet ihr laut nach mehr. Ok, gerne! Viele der alten Texte sind dort leider nicht mehr übrig – aber ein Paar habe ich für euch.

Zu Beginn des Jahre 2007 ärgerte ich mich scheinbar über irgendeine dumme Situation mit einem Mann (um wen es sich wohl dabei handelte?) und stellte gleich die ganze männliche Existenz in Frage. Heute, eine ganze Dekade später, bin ich da doch ein klein wenig schlauer: Ich ärgere mich einfach nicht mehr darüber, sondern packe ihm einfach selbst seine Tasche…
(Heute würde ich das so zumindest nicht mehr schreiben, denn in meinem Kopf vernehme ich beim lesen die Stimme von Carry Bradshow und finde das ganz furchtbar!)

DIENSTAG, 02.01.2007

Elalyse oder: Warum Männer nicht planen und Frauen nicht pokern können

Schon den ganzen Tag beschäftigt mich das Problem mit den Geschlechtsunterschieden. Ist das wirklich so? Verhalten wir uns alle ganz stereotyp und es ist eigentlich vorhersehbar, dass man(n) einfach nicht planen kann, da er sowieso ganz spontan wieder alles umwirft?
Wieso lasse ich mich dann doch immer wieder darauf ein längerfristig bei Tante XYZ zuzusagen und lerne nicht daraus? Finden wir Frauen es am Ende vielleicht gar nicht so schlimm, dass es dank ihm immer wieder spannende, überraschende und neue Situationen gibt und sind sogar wir die unflexiblen? Ein bekanntes Buch erstellt die Theorie, dass Männer einfach nicht fürs Zuhören geboren wurden. Vielleicht können sie also schon genetisch bedingt gar nichts dafür, dass sie einfach überhört haben, dass wir am x-ten diesen oder nächsten Monats nach Hier und Dort möchten. Vielleicht ist bei ihnen ist die Region, die für die Erinnerung zuständig ist, nicht so ausgeprägt wie bei uns? Allerdings: Wie schaffen sie es dann jedes Fußballergebnis (wahlweise auch Tennis, Volleyball oder Basketball) vom September 1992 auch noch nach dem dreizehnten Bier zu kennen, ohne nur eine Sekunde darüber nachdenken zu müssen?Und wie ist das mit dem ausgeprägten Spielverhalten? Fehlt uns in bestimmten Situationen das “Mutgen”? Wie schafft ihr es 20 Euronen in den Sand zu setzen ohne dabei auch nur ein klitzekleines bisschen ein schlechtes Gewissen zu haben, fragt uns aber dann, ob der dritte, neu erworbene Gürtel wirklich notwendig ist? Wenn wir dann auf die dringende Dringlichkeit dieses (zugegebenermaßen beliebigen) Gegenstandes hinweisen, dann schüttelt ihr nur lachend den Kopf und meint, dass wir wieder viel zu viel bereden müssen…Und wieso könnt ihr eigentlich nicht mehrere Dinge gleichzeitig? Wofür hat man(n) denn zwei Hände? Wie schon am Wochenende festgestellt, bin ich nicht die einzige Person, die gleichzeitig lesen und fernsehen, oder bügeln und telefonieren oder dies oder das kann. Nur, Männer schaffen es nicht mal ihre Tasche zu packen, während sie locker mit einem guten Freund plaudern.
(Andererseits: Irgendwie gefällt mir die Vorstellung, dass sich Mr. voll und ganz unserem Gespräch widmet, ohne dabei auf die Samstags-Fußballergebnisliste zu starren.)

Und am schlimmsten: Warum regen wir Frauen uns eigentlich noch immer darüber auf? Vielleicht macht ihr all diese Dinge ja gar nicht um uns zu ärgern, sondern könnt einfach nicht anders?

Und was uns angeht: Na und? Dann können wir eben nicht einparken! Wer muss das schon? Bis ein großer Parkplatz frei ist, fährt Frau eben einfach noch eine Runde, dabei mit der besten Freundin telefonieren und Musik hören sind selbstverständlich inklusive…

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