Damals, als ich überall Spuren hinterlies

Im Oktober schrieb ich, dass ich bereits seit 2005 blogge. Quasi als Bonus hängte ich einen alten Text an, den ich so in einem Archiv fand. Bei Facebook verlangtet ihr laut nach mehr. Ok, gerne! Viele der alten Texte sind dort leider nicht mehr übrig – aber ein Paar habe ich für euch.

So wie Damals, als ich einen (zugegeben ziemlich belanglosen) Text darüber schrieb, dass es mich langsam selbst nervt, dass ich mich in vielen Situationen besonders bescheuert anstelle. Und was soll ich sagen: Wer glaubt, dass sich das bis heute geändert haben könnte, den muss ich leider enttäuschen…

FREITAG, 07.07.2006

Wie es ist Spuren zu hinterlassen

Ich bin ein tollpatschiger Mensch, das werden mir sicher die meisten von euch bestätigen können, oder!?
Egal was ich auch mache, ich hinterlasse immer irgendwelche Spuren…Sind es nun einfach die blonden, langen Haare, die ich auf dem Fahrersitz hinterlasse, wenn ich mal wieder heimlich unser Auto klaue um bei mir etwas Sprit zu sparen oder die Verlaufsprotokolle, die angezeigt werden, wenn ich mich mit X´s PC heimlich (so wie gerade…) ins Internet einlogge. (Zur Entschuldigung: Mir war so langweilig und hier vorne ist einfach der beste Platz!)Gestern habe ich übrigens das zweite Parkticket innerhalb einer Woche zugesendet bekommen: Da ich leider meinen Fahrzeugschein noch nicht auf den neuen Wohnort geändert habe (ich hatte selbstverständlich keine Zeit und die 10 Euronen habe ich anders eingesetzt), hat das nette Ordnungsamt das Schreiben direkt in die Hände meiner Eltern geschickt, die sich besonders gefreut haben. Ich schulde der Stadt Koblenz nun also gleich zwei Parkgebühren und meinen Eltern eine Erklärung, wieso ich zu geizig war für 13 Minuten Parken 10 Cent auszugeben…

Auch, wenn es ja nie böse gemeint ist oder ich wirklichen Schaden anrichte, frage ich mich doch ernsthaft, wie das weitergehen soll mit mir: Ich mache in alle Blätter oder Bücher lustige Eselsohren (ja, auch in die, die ich großzügigerweise geliehen bekomme) und schütte Kaffee, Milch, Cola, was weiss ich darüber.
Ich rufe meine Eltern an, wenn ich hier in Koblenz bin, während die Glocken (schrecklich) laut läuten (so dass sie genau wissen, dass ich eben nicht gerade unglaublich viel lerne…) und schaffe es auch sonst immer noch irgendwie unangenehm aufzufallen…

Ich weiß, ich bin einfach chaotisch und manche von euch mögen das auch (angeblich), aber: Sollte man nicht spätestens dann etwas daran ändern, wenn es einen selbst anzunerven beginnt?
Also, entweder bietet mir jetzt jemand Hilfestellung oder einen Kurs an, bei dem ich alles lerne, worauf es bei einem “guten Spion” ankommt oder es bleibt wie es ist: Ich werde mich nie ändern, so oft ich es euch – und vor allem mir selbst – auch versprechen werde…

Oder man definiert “Spuren zu hinterlassen” ganz einfach irgendwie als etwas sehr schönes!

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.