Fotografieren mit Kindern: Passbilder machen

Für die nächste Auslandsreise brauchen wir Passbilder für den Kinderausweis. Natürlich kann man mit dem Auto auch versuchen ohne zu reisen – aber davon wird vom Amt dringend abgeraten! Im schlimmsten Fall dürfte das Kind dann weder ein- noch ausreisen. Da kann dann nur noch die Fahrt zur Botschaft helfen. Und günstiger wird das Ganze vermutlich auch nicht…

Die Augenschatten hätte man vielleicht überschminken sollen…

Zwar haben wir für Kind 1 einen aktuellen Kinderausweis, da das Bild aber nicht älter als drei Monate alt sein darf, braucht auch der große Junge ein neues Foto. Im Fotoladen erklärte man uns, dass es am einfachsten sei, wenn wir die Jungs selbst -ganz entspannt- zuhause fotografieren (eine Handykamera sollte heutzutage ausreichen) und die Bilder von ihm im Geschäft biometrisch angepasst werden. Was zu beachten sei:

  • Das Kind soll vor eine weiße Wand  gesetzt oder auf einem weißen Betttuch auf den Boden gelegt werden, wenn es selbst noch nicht sitzen kann
  • Es muss gut ausgeleuchtet werden: Dazu soll eine Lichtquelle so aufgestellt werden, dass das Licht von vorne (im Liegen von oben) kommt. So ist dann kein Schatten auf einer Gesichtshälfte zu sehen
  • Im Hintergrund darf keine zweite Person zu sehen sein (beim Festhalten also seitlich setzen, damit man nicht zu sehen ist)
  • Das Kindergesicht soll ca. 80% des Bildes einnehmen und es sollte zentriert sein
  • Der Kopf soll gerade gehalten werden und der Blick dabei gerade nach vorne gehen
  • Der Mund des Kindes soll geschlossen sein, es sollte nicht gelacht werden
  • Die Haare dürfen nicht über den Augen hängen, so dass die Augen gut zu sehen sin
  • Eine Brille darf getragen werden, wenn die Gläser nicht die Augen verdecken oder sich das Licht darin spiegelt
  • Es darf kein zusätzlicher Gegenstand im Bild zu sehen sein (Kuscheltier etc.)
  • Im Fotoladen kann das Bild dann vom Generator biometrisch angepasst werden.
  • Die Maße des Bildes betragen 3,5 x 4,5 cm.
  • Und: Das Amt sieht es bei kleinen Kindern nicht ganz so eng und drückt auch schonmal ein Auge zu.

Klingt ja ganz einfach, dachten wir. Bis wir es selbst versuchten: Beide Kinder hielten natürlich nicht still, öffneten den Mund, guckten weg (die Idee mit dem Luftballon war eher so semigut), schlossen die Augen, lachten, grabschten nach der Kamera, wollten die Lampe umwerfen, hatten Rotznasen (das Naseputzen hat die Situation natürlich nicht verbessert), bekamen Stressausschlag, hatten nach einiger Zeit überhaupt keine Lust mehr auf das Ganze und weinten schließlich. Wir brauchten ca. 39479 Versuche und auch dann war kein gutes Bild ohne Schatten dabei. Im Fotoladen kann man diesen Fehler am Computer hoffentlich nachträglich beheben. Hoffentlich!

Für Entspannung sorgte auch nicht, dass wir das „mal eben schnell“ vor der Arbeit machen wollten. Gut, da hätte man vielleicht drauf kommen können. So hörten wir uns ziemlich genervt damit drohen, dass das Kind sonst nicht mit in den Urlaub fahren darf, wenn es jetzt nicht endlich mitmacht. Natürlich hat das wahnsinnig geholfen…

Vielleicht ist es also manchmal doch ganz gut, wenn diese Arbeit jemandem übernimmt, der sich berufsbedingt viel besser damit auskennt und nicht direkt so furchtbar entnervt ist (Zumindest kann der nicht damit drohen, dass das Kind in Holland gelassen wird, wenn es jetzt nicht endlich still hält…). Beim nächsten Mal gehen wir schicken wir unsere Joker „Omas und Opas“ mit den Jungs in einen Fotoladen, dann wird das auch was! Nur den Besuch auf dem Amt, denn müssen wir leider alle gemeinsam selbst übernehmen. Das wird sicher auch sehr lustig…

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